3. Erwartung an mein Tablet: Video zentral

Meine dritte Erwartung: Video zentral.

Nach dem Erwerb eines Festplatten- und DVD- Videorekorders war ich überzeugt, die perfekte Ergänzung für unsere Fernsehgewohnheiten zu besitzen. Der VHS-Videorekorder wurde entsorgt und der DVD-Player verkauft. Damals dachte ich: Aufnahmen vom Handy zu starten, wäre noch die letzte Krönung.

Dann begann meine Lebensgefährtin Kinovorschauen auf dem PC zu sichten und Serien auf DVD zu bestellen – aus Vorliebe an Originalfassungen. Mit Maxdome und Co streamen wir die Videothek in das Wohnzimmer und genießen die freie Wahl des cineastischen Abendprogrammes. Allerdings vergrößerte sich der TV-Gerätezoo wieder auf ein unerträgliches Maß.

Warum soll nicht ein elegantes Gerät die Steuerung übernehmen, ergänzt um Hardware am Flachbild-TV? Uns interessiert der Film – ob er als DVD, Stream oder eigene Aufnahme kommt, ist sekundär. Sicher ersetzt ein Tablet nicht die gesamte Video- und TV-Hardware. Umgekehrt fehlt es Receivern, Rekordern und TV’s an Schnittstellen und Netzintegration. Schnittstellen, die Mediacenter PC’s wenigstens zum Teil besitzen.

Das auf dem iPad ein Film angeschaut oder eine kleine Videothek für die Reise dabei ist, versteht sich natürlich von selbst.

Apples iPad Tablet muss deutliche Erweiterungen an Schnittstellen und bei der Netzintegration aufweisen und auf diese Weise Hersteller von Entertainment Hardware einbinden.

P.S: Interessant, dass Microsoft gerade die Entertainment und Devices Sparte neu organisiert. Zwar bemühte sich Microsoft, den Musicplayer Zune mit dem Media Center zu verbinden, aber die Verbindung zur Xbox oder dem Windows Games Bereich ließ doch eher zu wünschen übrig.

2. Erwartung an mein Tablet: Musik

Meine zweite Erwartung: Musik komplett.

Apple und Musik definiert sich aus Apple Music Store und iTunes. Leider steht derzeit der Download im Vordergrund der Präsentation. Was ist mit den Usern, die bereits über eine umfangreiche Musiksammlung verfügen, deren Mediathek überquillt und die ihre Musik in mehr als einem Raum hören möchten? Wie unterstützte ich einen HIFI-Enthusiasten, der eine hochwertige Komponentenanlage sein Eigen nennt?

Der pc-vertraute Musikliebhaber betreibt derzeit einen Media-Server. Dazu verfügt er je nach Geldbeutel und Anforderungen über Clients für den Betrieb. Komfortable Komplettlösungen für den schnurlosen Multi-Room-Betrieb a la Sonos (TM), schicke Insellösungen a la Squeezebox (TM) Duet oder einer der zahlreichen WLAN streamenden Radiowecker erfüllen dann den Raum mit Musik.

Vom iPad Tablet erwarte ich, das er die zentrale Musikverwaltung übernimmt. Hier kann ich die Musik für die gesammte Wohnung steuern und meine Mediathek verwalten, Playlists erstellen, sowie Cover und Tags korrigieren. Unterstüzt wird der User bei der Auswahl von Streamingsendern, der Möglichkeit für seine Sammlung zusätzliche Alben und Songs zu erwerben und bei Vorschlägen an Neuentdeckungen. Vieleicht befindet sich auf ihm eine Songauswahl für unterwegs, aber die ganze Musikbibliothek hat auf dem Pad nichts zu suchen.

Apple, ich muss es Euch an dieser Stelle sagen: iTunes wird nicht reichen.

Ich schätze mein iPhone, aber es hat eine bessere Softwareschnittstelle zum Rest meiner auch Mac umfassenden Hardware verdient. Auf dem iPhone kann man Musik hören und Musik kaufen, aber das war es schon. Wenn der iPad nur ein ein größeres iPhone ist, wie in vielen Beiträgen zum Slatewirbel gemutmaßt, dann wird er genau an dieser Stelle scheitern.

1. Erwartung an mein Tablet: Infotainment

Meine erste Erwartung: Eine Neugestaltung des Infotainments.

Über den Bereich Infotainment wurde bereits am meisten geschrieben und spekuliert. Gerüchte über Verhandlungen der Apple Corporation mit Zeitungs- und Buchverlagen finden sich zahlreich. Aber Infotainment soll mehr bieten, als Nachrichten, neue Bilder aus der Welt und gute Kommentare.

Beim Frühstücken möchte ich gleich die lokale Wetterinfo erhalten und über mögliche Verspätungen im Nahverkehr und auf den Straßen informiert werden. Die habe ich mir als Widgets neben der Online-Zeitung auf dem Tablet PC abgelegt. Zusätzliche Alerts weisen mich darauf hin, wenn über Nacht eine Aktie abgestürzt ist, oder zu meiner Ebaysuche ein neues Produkt eingestellt wurde.

Informationen die von mir als wichtig eingestuft sind werden vom iPad gemeldet – Push statt Pull.

In der U-Bahn möchte ich meinen Roman weiterlesen. Und wenn sich auf meinem Konto etwas ändert, bekomme ich zumindest eine Benachrichtigung, dass ein Soll- oder Haben-Vorgang stattgefunden hat.

Komme ich abends nach Hause, erhalte ich 3 Tipps für den Fernsehabend, 2 Artikelempfehlungen zum meinem Hobby und 1 Vorschau auf den neu gestarteten Film im Kino um die Ecke.

Ich kann den iPad auch klassisch nutzen: Etwas Surfen, eine kurze eMail schreiben oder eine Adresse für den Paketversand auf dem Drucker rauslassen.

Überraschung: Die beschriebenen Funktionen sind bereits verfügbar!
Aber: Sie verteilen sich auf verschiedene Devices (Smartphone, Laptop, Reader) und Applikationen (iPhone Apps, eMail Push, SMS-Services, Widgets). I will got the same, but getting smarter!

Erwartungen an meinen iPad und warum Apple

Warum soll der moderne Mensch einen Tablet PC erwerben? Ausgestattet mit PC, Smartphone, einem Net- oder Notebook ist er stets informiert, kann jederzeit mailen, Musik hören oder zur Entspannung ein Video schauen. Apps für das iPhone ermöglichen es auch unterwegs zu twittern, die häusliche Anrufliste zu prüfen, den eigenen WordPress Blog zu bearbeiten oder schnell ein geeignetes Restaurant für den abendlichen Treff mit Freunden zu reservieren. Wenn es auf Reise geht, erfüllt ein günstiges Netbook zusätzliche Dienste. Schnell ein Excel bearbeiten, etwas in Word oder Powerpoint für eine Präsentation vorbereiten und etwas komfortabler im Internet surfen. Zum Lesen eines guten Buches ist vieleicht auch ein Kindle dabei. Also, warum wartet die Welt auf einen iPad?

Es gibt aus meiner Sicht 5 gute Gründe, sich für ein Tablet PC oder iPad zu entscheiden. Diese Gründe sind mit Erwartungen verknüpft. Die Umsetzung dieser Erwartungen erfordern eine hohe Fähigkeit zur Innovation. Und die Firma mit den besten Möglichkeiten, eine technische Innovation wirklich umzusetzen hat ihren Sitz in Cupertino. Soll der iSlate ein Erfolg werden, muss die Masse der User überzeugt sein. Deshalb muss Apple mit dem iPad Erwartungen aus folgenden Bereichen bedienen:

  • Infotainment
  • Musik
  • Video
  • Mobilität
  • Hausautomatisierung

Wir werden die 5 Erwartungen in den nächsten Posts spezifizieren. Eine Vorlage für den Hersteller ;-)

Die Umsetzung wird Partner brauchen. Newslieferanten für das Infotainment, Hardware- oder Streaminganbeiter für Videos, günstige Mobilzugänge für unterwegs und Schnittstellen bzw. passende Applikationen für den Bereich Hausautomatisierung.

P.S: Larry Magid beschreibt auf cbsnew.com genau die Anforderungen eines Journalisten. Und bezeichnenderweise fordert er als ersten Punkt, dass er per USB eine Tastatur anschließen möchte. Er hat insofern recht, weil ein Vielschreiber natürlich auf einer guten Tastatur deutlich schneller arbeiten kann als per Handschriftenerkennung oder per virtueller Tastatur auf einem Touchscreen. Ich meine, er sollte besser beim Laptop bleiben.

iSlate bei Apple noch in der Isolation :-)

Einen Gag produziert derzeit noch die Suche nach dem iSlate auf Apple.de und Apple.com. Anbei ein Screenshot von der Apple-Seite.

Suchergebnis iSlate auf Apple.de

Screenshot apple.de by slate-blog.de

Gute Geheimhaltung ist Teil der Cupertino-Strategie. Und der Name ist bisher Vermutung. Vieleicht heißt das Apple Tablet zum Schluß einfach iMagic oder iPad.

Apple Tablet wird ohne OLED Display starten

Das Apple Tablet iPad wird zum Start nicht mit OLED Display erscheinen. Zu diesem Schluß kommt die Site 9to5mac.com durch eine Überschlagsrechnung der vorhandenen Produktionsressourcen.

Es gibt mit Samsung und LG lediglich zwei Produzenten, die für den Konsumermarkt erforderlichen Stückzahlen erreichen können. Da beim Tablet von einer Displaygröße von um die 10 Zoll auszugehen ist, genügt ein Blick auf Kapazitäten – und diese reichen derzeit nicht.

Bei OLED’s handelt es sich um organische Leuchtdioden, die eine geringere Strom- und Leuchtdichte als ihre anorganischen LED-Pendants aufweisen und sich günstiger herstellen lassen. Hauptvorteile wären aber eine dünnere Bauweise, geringere Blickwinkelabhängigkeit und mögliche längere Akkulaufzeiten, weshalb der Einsatz bereits bei einigen Mobil- und Smartphones erfolgt.

Bilder vom iPad bereits 10.000 Dollar Wert

Mit Humor und ersten Bildern vom iSlate startet Heiner Hänsel auf frankfurter-magazin.de das Jahr. Einen anderen Weg verfolgt Blogger Valleywag auf der Website gawker.com. Er hat bis zu 100.000 Dollar für Bilder, Videos oder eine erste Überlassung vom Apple iPad ausgeschrieben. Bekommen hat er eine erste Unterlassung – und zwar von Apples Juristen. Aber auch die kann er als Geschenk werten, hat er doch auf diese Weise einen ersten Beweis für die tatsächliche Existenz des Apple Tablets erhalten.

100.000 Dollar für das Spielen mit dem iSlate

valleywag gawker.com

10k für ein gutes Foto, 20k für ein Video, 50k mit Steve Jobs und für 100.000 Dollar möchte Valleywag mit dem Apple Tablet eine Stunde spielen.