Etwas dünn: iPad 2

iPad 2 HDMI Digital Adapter

leider wahr: unästhetische Adapterpeitsche

Die Tec Specs für iPad 2 sind raus, das iPad 1 ist bereits über 100 Euro billiger und lediglich folgende Features sind neu:

* Front-Kamera in VGA-Auflösung (zur Facetime Nutzung)
* Rear-Kamera (für Augmented Reality Anwendungen oder peinliche Backblech-Fotos)
* Gyro- und Bewegungsensor
* Magnetisches Smart Cover (Zubehör)
* Apple Apps GarageBand und iMovie (kostenpflichtig)

Vebesserungen

In folgenden Punkten wurde das iPad 2 verbessert:

* Dual Core Prozessor Apple A5 (inkl. Graphikbeschleunigng)
* Gewichtsreduktion um 80 bis 160 Gramm
* Dünnere Bauweise unter 9 mm
* Upgrade des Grafikausganges (HDMI über Digitaladapter)

Enttäuschungen

Es ist dünn das iPad 2. Eine grandiose Ingenieurleistung ein 10 Zoll Tablet unter der Dicke eines Smartphones zu produzieren. Aber auch dünn an Features und wirklich Neuem. Was nützen 80 Gramm Gewichtsersparnis und ein weiterhin günstiger Preis, wenn 150 Gramm Zubehör bezahlt und getragen werden müssen.

Auch bezeichnend: die epische Vorstellung von kostenpflichtigen Extras, wie dem Smart Cover. Extras über Extras, aber wenig Intras und insbesondere keine Verbesserungen an den Schnittstellen.

Eine wirkliche Leistung ist Apple bezüglich der Verfügbarkeit gelungen. Bereits eine Woche nach der Vorstellung ist iPad 2 in den USA erhältlich, zum Monatsende bereits in weiteren 26 Ländern.

Fazit

Wer bisher kein Tablet hat, etwas sparen muss, aber trotzdem eines möchte, der kaufe jetzt das iPad 1. Unter 400 Euro gibt es bisher kein konkurrenzfähiges Modell ausserhalb der Apple Atmosphäre.

Wer bereits das iPad 1 besitzt, eine Kamera nicht schmerzlich vermisst und auch mit der Performance zufrieden ist, der behalte sein Pad und warte auf die Dritte Generation.

Wer schnell Surfen möchte, die zahlreichen Apps nutzt und hier den Performancegewinn zu schätzen weiss oder sich als Gadget Fan und Early Adapter profilieren möchte, der lege sich das iPad 2 zu.

Wer auf USB oder HDMI wirklich Wert legt und sich von Apple durch das iPad getäuscht sieht, der probiere 2011 eine Alternative aus dem Android oder WebOS Bereich, wird sich aber noch etwas gedulden müssen.

Technische Daten des iPad 2

Die technischen Daten des iPad 2 stehen fest. Wie beim iPad der ersten Gerneration wird es Modelle mit 3G Unterstützung und ohne geben. Auch beim Speicher hat der User wie bisher die Wahl zwischen 16GB, 32GB und 64GB Flash Disk. Anbei die technischen Spezifikationen im Detail:

Display:
• 9,7 Zoll (24,6cm) Display
• 1024×768 Pixel bei 132ppi
• LED Hintergrund
• Multi-Touch

Größe und Gewicht:
• Höhe 24,1cm
• Breite 18,6cm
• Tiefe 0,88cm
• Gewicht 601g bzw. 630g (bei 3G)

Bedienung:
• An-/Ausschalter
• Mutingtaste
• Lautstärke-Wippe
• Home-Button

Anschlüsse:
• Kopfhörer 3,5mm
• Dock Connector
• SIM-Card-Slot (bei 3G)

Kamera:
• Rückkamera (HD-Videoaufnahmen mit 720 p, 5-fach Digitalzoom bei Fotoaufnahmen)
• Frontkamera (VGA-Video- und Fotoaufnahmen)

Innere Werte:
• WiFi / WLAN (802.11 a,b,g,n)
• Bluetooth 2.1 inkl. EDR
• UMTS, HSDPA, GSM, EDGE (bei 3G)
• Digitaler Kompass
• Unterstütztes A-GPS (bei 3G)
• 3-Achsen-Gyrosensor, Beschleunigungssensor
• Prozessor 1GHz Dual-Core Apple A5
• Mikrophon
• Lautsprecher

Lieferumfang:
• iPad 2
• Dock Connector zu USB Kabel
• Netzadapter 10Watt
• Dokumentation

Zubehör:
• iPad 2 Dock
• iPad 2 Smart Cover
• iPad Camera Connection Kit
• Apple Digital AV Adapter (nur für iPad 2)
• Apple AV-Kabel (Komponentenvideo bzw. Composite-Video)
• Apple VGA-Adapter

iPad 2 Contra: keine Essentials

Ankündigung iPad 2

Apple hat für den 2. März zur Key Note – oder besser Produktpräsentation – in San Francisco geladen. Damit steht sowohl das iPad 2, als auch iOS 5.0 vor der Ankündigung. Und wieder startet der Mac Rumor quer durch die Blogosphäre und Presselandschaft. Wie jedes Mal verdichten sich mit dem Termin auch die Gerüchte zu den Features der Produkte. Wir hießen nicht Padblog.de, würden wir die Detailgerüchte zum iPad 2 nicht gewissenhaft mitverfolgen und kommentieren.

Stetige Ausdünnung der Features

Leider forciert sich bei der Austattung eine stetige Ausdünnung. Erst sollte das Retina-Dsiplay vom iPhone in einer Maxivariante das iPad zieren, dann eine etwas erhöhte Auflösung für Verbesserung sorgen,  jetzt scheint es beim alten Display zu bleiben.  Das Zusammenspiel zwischen iPad und Digitalkameras ließe sich durch einen USB-Anschluß verbessern. Oder durch einen SD-Card Einschub, dem aber bereits wiedersprochen wird. Selbst um das Gerücht HDMI-Ausgang ist es still geworden.

Was bleibt schildert Engadget: Ein schnellerer Prozessor, verdoppelter RAM und eine Front-Kamera für den maceigenen Skypeersatz FaceTime. Mit einer zweiten Kamera hätte man sich übrigens beim Fotografieren ästhetisch blamiert.

Zu wenig Neuerungen erzeugen Desinteresse

Vorweg: iPad 1 befindet sich im Dauerseinsatz, wird sowohl privat als auch beruflich verwendet und war bereits auf 3 Urlaubstouren dabei. Den ewigen Sparfüchsen sei gesagt: Das iPad 1 hat sich für den Autor mehrfach rentiert und Gadgets, die sich rentieren, lohnt es sich auch auszutauschen. Die Zeitersparnis beim Überprüfen und Schreiben kurzer Emails, bieten bei Ebay, Lesen diverser Digitalausgaben hochwertiger Artikel (CT, brandeins, Die Zeit etc.) und unzähliger per Dropbox gesichteter PDF’s, Wissensermittlung per Wikipanion und natürlich per Browser dürfte nach knapp einem Jahr bereits in die 100 Stunden gehen – vom Wissensgewinn einmal abgesehen. Der raue Einsatz im Urlaub hätte jedes Laptop gefährdet, das iPad war der ideale Begleiter.

Die bloßen Gerüchte – iPad 2 kommt – hatten deshalb im Dezember den Wunsch geweckt, das Nachfolgemodell direkt zu erwerben. Mittlerweile ist Ernüchterung durch Analyse eingekehrt.

Ein schneller Prozessor ist kein Feature

Was fehlte dem Autor an Features? Beim Lesen fehlt tatsächlich ein quentchen Schärfe. Eine höhere Auflösung würde auch der Foto App gut bekommen. Überhaupt fehlt dem iPad im Einsatz mit ambitionierten Fotografen jeder Sex-Appeal, da die Sicherung von Bildern nur mit überflüssigen Hilfsmitteln (SD-Adapter) möglich und eine direkte Sichtung der angefertigten Aufnahmen durch Anschluß der Digitalkamera nicht möglich ist. Auch die Verwendung des iPad als direktes Präsentationsgerät wäre ein echter Mehrwert.

Dann noch einige Nice To Have’s: Das erworbene iPad hat mittlerweile zu wenig Speicher, könnte noch leichter sein und der Rand etwas schmähler. Das ein neues Modell einen schnelleren Prozessor beherbergt und mehr RAM integriert ist selbstverständlich – und kein Feature. Zumal Geschwindigkeit und Speicher für die bisher genutzten Anwendungen inkl. Spielen und Youtube genügen.

Summa Summarum aus Sicht des Autors zu wenig, um zum jetzigen Zeitpunkt eine Neuanschaffung des iPad 2 zu rechtfertigen. Comment nach dem 2. März folgt…

Deutscher App Store geht online

In den ersten 4 Wochen war die Versorgung von Apps für ein US-iPad mit deutscher Nutzerfreischaltung nicht leicht. Der App Store Button war vorhanden, aber beim Aufruf meldete das Pad für den Account sei aus der Region noch kein Zugriff möglich. Es blieb einem die Möglichkeit über iTunes im US-Store zu suchen. Dort konnten internationale Programme bereits erworben werden, aber mit dem Risiko, dass eventuell eine regionale Version erscheint und zu einem zweiten Erwerb nötigt. Der iBook Store stand ebenfalls nicht zur Verfügung. So beschränkte sich Padblog auf den Erwerb sprachunabhängiger Apps insbesondere aus dem Musikbereich. Die haben bereits großen Spass bereitet.

Letztes Wochende war es plötzlich soweit: Zugriff möglich, aber bei wenig Inhalt. Das änderte sich dann Tag für Tag. Erst gab es keine Einteilung nach Kategorien, Hightlights oder Redaktionstipps: diese wurden erst am Mittwoch integriert. Dann ging es Schlag auf Schlag: in der Nacht zum Donnerstag wurden mehrere tausend Apps freigeschaltet. Plötzlich gab es mit Focus und Welt die ersten iPad-Versionen deutscher Verlage. Am Nachmittag folgten Spiegel und brand eins – alle noch vor dem Erstverkaufstag.

Eigentlich können wir froh sein, dass der Start nicht zusammen mit dem Verkauf in den USA erfolgte. Zu Beginn fehlten auch im US-App-Store so zahlreich Programme, dass dies zum einen oder anderen Fehlkauf verleitet. Auch waren etliche Startversionen überraschend Buggy und verabschiedeten sich bereits beim Aufruf ihrer selbst.

iPad Start in Deutschland

Am 28. Mai war es soweit. Die Apple Stores in Hamburg, Frankfurt und München öffneten extra eine Stunde früher. Viele Fans standen in der Schlange. Padblog hatte das Glück bereits über ein US-Exemplar zu verfügen und so konnten wir uns das Schauspiel um 8 Uhr in München ohne Anstehen betrachten. Wir haben aber das iPad zu Hause gelassen, um nicht unnötig zu provozieren ;-)

Das Publikum war überwiegend männlich und nahm das Geschehen ruhiger als das Apple Store Personal und die deutlich sichtbar anwesende Presse. Die Store Angestellten waren gedrillt, die Ankömmlinge mit Applaus zu begrüßen. Dann ging es ruhig mit der Verteilung der iPads vonstatten – kein Drängeln, Hauen und Stechen. Dies hätte eine Ramschatmosphäre erzeugt, wie sie am ersten Tag einer Resterampe oder einen Fabrikverkaufs zu beobachten ist. Dazu trug das angenehme Kundenklientel ebenso wie die gute Organisation des Verkaufablaufes bei.

Nach dem Verlassen des Stores, wollte die draußen wartende Pressemeute unterhalten werden. Und da war Henning am besten.

Hinweis: dies ist eine Dritt-Einbinung von Youtube

OS 4.0 bietet Multitasking

Steve Jobs kündigt Upgrade der Software auf iPhone OS 4.0 an

iPhone Home Screenshot OS3

Screenshot iPhone Home OS3 by Apple

Auf der gestrigen Pressekonferenz stellte Steve Jobs neue Features des zukünftigen iPhone OS vor, dass auch auf dem iPad Verwendung findet. Die Software soll im Sommer erscheinen, eine neue Entwickler SDK steht bereits in der Beta Version zum Download bereit.

Als wichtigsten Schritt ist eine Erweiterung der Multitaskingfähigkeit zu bewerten. Über neue Klassen kann jeder Entwickler Teile seiner Apps im Hintergrund aktiv halten. Endlich wird es möglich sein, einen GPS-Track, Navigationssoftware oder ein Skype-Gespräch auch aktiv zu halten, wenn ein Anruf den iPhone User erreicht.

Ordner für Apps

Appmanias, d.h. Poweruser, die ihr iPhone oder iPad mit Applikations überfrachten werden endlich die Möglichkeit haben, ihre Apps in Foldern zu strukturieren. Das wird eine Menge Ordnung bringen und Millionen an Wischbewegungen weltweit einsparen ;-)

Über 100 neue Funktionen

Ergänzt wird OS 4.0 um insgesamt gut 100 Funktionen, die neue Features im Bereich Bluetooth, Mailing, Playlists, Fileverwaltung und Rechtschreibprüfung bieten. Das wird tolle neue Apps zur Folge haben, auf die wir schon gespannt sind.

Neue Werbeplattform iAd

Apple möchte sich zukünftig ein Stück vom mobilen Werbekuchen abschneiden und startet die eigene Werbeplattform iAd. Hier dürfen wir gespannt sein, ob dies zu Beschränkungen vorhandener Werbeanbieter führen wird. Kritisch ist sollte man iAd auch bezüglich des Datenschutzes beobachten: Niemand weiß über die User seiner Hardware so genau bescheid, wie Apple über die Nutzer von iPhone, iTouch und iPad. Jede Softwareinstallation, jeder Download und Upgrade aus iTunes und dem Appstore verraten ein sehr umfassendes Userprofil mit Verhalten, Interessen und Vorlieben der User. Informationen, die selbst Google und Microsoft nur in Ausschnitten vorliegen, besitzt Apple für seinen Nutzerkreis komplett. Missbrauchen sollte Apple dieses Wissen nicht.

Die Original Infos findet Ihr als Preview auf der englischsprachigen Apple-Site.

Apple Umweltschutz

Das iPad kommt in Deutschland etwas später als erwartet, aber es ist günstiger als vielfach vermutet. Verträgt sich der Preis auch hinsichtlich der der Verantwortung Apples bezüglich CSR (Corporate Social Responsibility)?

Wir wollen im ersten Post der Kategorie Umwelt einen Blick auf die Maßnahmen der Firma Apple im Umweltschutz werfen. In der technischen Beschreibung wirbt Apple für das iPad mit arsen- und quecksilberfreiem Display, bromfreien Flammschutzmitteln, dem Verzicht auf PVC und einem recyclebarem Gehäuse.

Damit steht das Produkt iPad im Vergleich zum unübersichtlichen, schnell beweglichen und von hartem Preiskampf bestimmten Markt der Note- und Netbook-Hersteller erstmal gut da. Der Verzicht im Produkt bedeutet auch, dass bereits die Herstellung und Förderung der bedenklichen Zusatz- und Rohstoffe entfällt. Anderseits sind bereits bei der Herstellung eines T-Shirts rund 10 Hersteller beteiligt, bei einem PC mit rund 500 Bauteilen sind es rund 100 Hersteller. Apple selbst weist aktuell 102 Lieferanten im Audit 2009 aus, freilich für den gesamten Produktbereich und ohne die Mehrzahl der Firmen konkret zu benennen.

Ich bin selbst vor einigen Jahren am hellichten Tag bei Sonnenschein durch das größte Industriegebiet Malaysias gefahren und mußte das Licht am PKW einschalten und gelegentlich den Scheibenwischer betätigen, um im Dunst verkehrstüchtig zu bleiben. Immerhin ist Umweltschutz in Malaysia, anders als in weiten Teilen Chinas, bereits ein politisches Thema und zeigt seit dem erhebliche Fortschritte. Wer prüft und verantwortet Umweltschutzmaßnahmen im Umfeld globaler Produktionen? Die Macht lokaler Regierungen ist in diesem Punkt ebenso eingeschränkt, wie die globaler Organisationen.

Die großen Marken müssen in der Verantwortung stehen. Apple selbst muß seinen Lieferanten hohe Umweltschutz-Standards setzen und diese überprüfen.

Die Betrachtung des Umweltschutzes eines Herstellers teilt sich in 5 Breiche: Umgang mit Wasser, Luft und festen Abfällen, dem Unfall- und Risikomanagement und der Einhaltung von Umweltzertifikaten und Umweltberichten. Wie ist der Stand der Apple-Lieferanten bezüglich des Umweltschutzes? Apple hat 2007 begonnen bei Lieferanten Audits auch bezüglich definierter Umweltschutzvorgaben durchzuführen. Anfangs waren es nur 39 Hersteller, 2008 dann 83 und im letzten Jahr 102. Laut Apple liegt die Einhaltung der Umweltschutzbedingungen bei 74 Prozent. Diese verteilen sich wie folgt:

Einhaltung von Umweltschutzbedingungen nach Bereichen

  • 70% beim Unfall- und Risikomanagement
  • 87% beim Abwasser und der Abwasserverwertung
  • 74% bei der Luftemissionen
  • 97% bei der Verwertung fester Abfälle
  • 56% bei Umweltberichten und Umweltzertifikaten

Die ersten Schritte sind gemacht. Positiv sei erwähnt, dass Apple sich seit 2007 sehr verstärkt im Umweltschutzbereich auch hinsichtlich seiner Lieferanten engagiert und diese auch veröffentlicht. Hat man sich Anfangs um Firmen aus dem Bereich der Endproduktion (OEM-Final Assembly Manufacturers) von Apple-Produkten gekümmert, sind mittlerweile auch die Komponententen-Hersteller sehr umfassend in der Begutachtung. Negativ sei erwähnt, dass die Definitionen der abverlangten Umweltschutz-Standards nur zum Teil transparent sind und das die Namen oder gar Details zu den Hersteller nicht offen gelegt werden.

Viele Hersteller haben sich im Bereich Umweltschutz nur sehr wenig bewegt. Es zählt immer zuerst der Preis und Marge. Das die Umwelt auch ihren Preis hat wird dabei schnell vergessen.

Auch der Verbraucher ist beim Umweltschutz gefordert: Durch die Auswahl seiner konsumierten Produkte und die nachhaltigen Umweltschutzforderungen an die Hersteller seiner Marken.

Quellen: Apple iPad Technik Details, Apple Supplier Responsibility 2010